Archiv für das Jahr 2012

Systems Out of Control

Von F. Malik am Sonntag, 13.05.2012 geschrieben

Nach einem der grössten ökonomisch-politischen Realexperimente der Geschichte können nur noch Ewiggestrige eine Hoffnung haben, dass die bisher eingesetzten Mittel funktioniert haben oder dass eine Chance auf zukünftiges Funktionieren haben. Nicht nur die direkt betroffenen Länder sind out of control, sondern auch die Ökonomie, als grösste Desinformations- und Irreführungsmaschineerie, sowie die Politik, die auf sie hört, weil sie mit der derzeitigen Demokratie-Praxis so miserabel organisiert ist, dass sie sich eine bessere Meinung anscheinend nicht mehr beschaffen kann.
Ich bin aber sehr optimistisch, gerade deshalb und gerade weil die Menschen jetzt auf die Strasse gehen … und gerade weil die richtigen Lösungen und Tools vorhanden und erprobt sind. Die Neue Ordnung kommt etwas später und mit etwas mehr Schmerzen, als es nötig wäre.

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3 1/2 Jahre vertan mit der Ökonomie des vorigen Jahrhunderts

Von F. Malik am Samstag, 12.05.2012 geschrieben

Schon in den ersten paar Einträgen schrieb ich in meinem Blog, dass die altbackenen Massnahmen einer Ökonomie nicht helfen werden, die schon im vorigen Jahrhundert falsch war. Die neuesten Entwicklungen bestätigen das über jeden Zweifel hinaus, nicht nur in Griechenland und Spanien, sondern auch in den USA. Die bisherigen Mittel können allein schon deshalb nicht greifen, weil wir viel mehr als nur eine ökonomische Krise haben, aber jedoch die meisten Ökonomen mit ihren “Brillen” eben nur die ökonomischen Begleitumstände sehen können.

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Wird es jetzt richtig lustig… ?

Von F. Malik am Dienstag, 8.05.2012 geschrieben

Den sogenannten Märkten scheinen die Wahlergebnisse nicht sonderlich Eindruck zu machen. Linksruck und Unregierbarkeit ängstigen anscheinend nicht.
Das ist normal, so lange die Stimmung noch gut ist. Das wird sich aber radikal ändern. Dann dürfte es wirklich nicht lustig, sondern bedrohlich werden.
Jede und jeder kann aber ganz für sich persönlich viel tun, um gut über die Runden zu kommen. Wenigen scheint es bewusst zu sein, dass man sich selbst und seine direkte Umgebung besser managen kann als andere. Man muss in Management nicht absolut gut sein, sondern nur besser als die anderen. Das ist leichter möglich, als die meisten für möglich halten.

Die Herausforderungen und die Lösungen dafür

Von F. Malik am Samstag, 5.05.2012 geschrieben

Am 10.4. schrieb ich über die Deflations-Signale am Aktienmarkt und bereits vorher, am 1. 3. , über die Signifikanz der Aktienkursbewegungen vom 28. 2. für den Beginn der Talfahrt.
Inzwischen hat es zwar auch wieder ein paar Erholungen gegeben. Diese haben an der objektiven Lage aber so gut wie nichts verändert. Sie konnten aber doch bewirken, dass die Stimmung von wahrscheinlich mehr als 95% der Leute überoptimistisch wurde, und auch die meisten Medien auf Trendfortschreibung und Optik hereingefallen sind, und diese auch miterzeugt haben. Unter anderem auch die gestrigen Abwärtssignale sind inzwischen aber überdeutlich.

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Ist die Krise zurück? Sinn, Unsinn, Lösungen

Von F. Malik am Samstag, 28.04.2012 geschrieben

Die Krise sei zurück, titelt heute “Der Spiegel Online”. Sie ist nicht “zurück”, sondern die Krise war nie vorbei. Meine Blog-LeserInnen wissen, dass ich von dieser Meinung nie Abstriche oder Relativierungen gemacht habe. Und die Krise wird, wenn weiterhin herkömmliche, schon längst nicht mehr passende Ökonomie angewandt wird, noch lange dauern und in das soziale Desaster führen, das ich oft beschrieben habe.

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SuperErfolge mit SuperSyntegration in Q 1

Von F. Malik am Samstag, 21.04.2012 geschrieben

Ein aktuelles und typisches Beispiel aus unseren zahlreichen SuperSyntegrationsanwendungen aus dem 1. Quartal:

Ein metallverarbeitendes deutsches Industrieunternehmen mit rund 7000 Mitarbeitern hat nach Jahren der Umsatz-Stagnation einen Wachstumsschub angestrebt. Das erwünschte Ziel war es, 300 Mio. (rund 1/3) zusätzliches Umsatzpotenzial in einem bestimmten Geschäftsfeld zu finden. Das erschien den Teilnehmern völlig aussichtslos. Dementsprechend gedrückt war die Stimmung zu Beginn der Syntegration. Das Resulat nach 3.5 Tagen war den Teilnehmern zufolge sensationell:
Ein identifiziertes Wachstums von doppelt so viel: 600 Mio. realistisches Potenzial, unterlegt mit 33 umsetzungsreifen Massnahmen. Begleitend wurden alle erforderlichen Umsetzungssysteme aufgesetzt. Nach den 3.5 Tagen war die Stimmung in Begeisterung umgeschlagen.

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Starkes Deflationssignal an den Aktienmärkten

Von F. Malik am Dienstag, 10.04.2012 geschrieben

Die heutigen Börsenbewegungen verstärken den schon seit längerem sichtbaren Trend nach unten. Über das Grundszenario der bevorstehenden Deflation habe ich im Blog regelmässig geschrieben, und in meinen Antworten zu vielen Postings sind die Details behandelt. Das deflationäre Potenzial ist enorm und grösser als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Herkömmliche Denkweisen können das aber nicht entdecken, und daher liegen die meisten Ökonomen so bemitleidenswert daneben.

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Die Falle der Mehrheitsmeinung

Von F. Malik am Sonntag, 1.04.2012 geschrieben

Kaum eine andere Falle ist gefährlicher, als sich der Mehrheitsmeinung anzuschliessen. Gerade in diesen Tagen und Wochen ist dieses Risiko besonders gross. Denn die Mehrheitsmeinung ist positiv, die Stimmung ist gut, die jetzt präsentierten Geschäftsabschlüsse für das Jahr 2011 vieler wichtiger Unternehmen sind sehr gut, zum Teil können sie sogar die besten Zahlen ihrer Geschichte präsentieren. Europa scheint wieder unter Kontrolle zu sein. Nur wenige machen sich aber bewusst, dass das alles Meldungen über die Vergangenheit sind, und dass die Zukunft ganz anders sein kann.

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Deflation: Bundesbank-Chef verlangt härteren Sparkurs …

Von F. Malik am Donnerstag, 22.03.2012 geschrieben

Heute in den Medien …
Bisher sehe ich seit Lehman noch so gut wie keine Massnahme, die nicht – vielleicht zwar unabsichtlich, aber umso wirksamer – deflationär wäre. Sparen, sparen… Programmierte Strangulierung der Wirtschaft.

Griechenland: Staatsbankrott? Was sonst!

Von F. Malik am Samstag, 10.03.2012 geschrieben

Man bemüht sich sehr, den angeblichen Gläubigerverzicht optisch als die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott zu positionieren. In Wahrheit ist (!) das eine der Formen des Staatsbankrottes, die man in der Wirtschaft je nach Land verschieden bezeichnet, z. B. als Vergleich, Ausgleich oder in den USA als Restrukturierung gemäss Chapter 11 des dortigen Insolvenzrechtes. Bezeichnenderweise werden diese Verfahren daher vor dem Federal Bancruptcy Court geführt. In der Wirtschaft kommt es dabei selbstverständlich so gut wie immer zu echten Verlusten für die Gläubiger. Im Falle Griechenlands erleiden aber u. a. die Banken kaum wirkliche Verluste, weil sie von der EU kräftig re-finanziert werden, und zwar durch Belastung der Steuerzahler.

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Hans-Ulrich Jörges im Stern über das Ende der Krise

Von F. Malik am Donnerstag, 8.03.2012 geschrieben

Über seine Kolumne im 10/2012 Stern könnte sich Hans-Ulrich Jörges schon bald ärgern. Denn noch stärker, entschlossener und mit mehr Überzeugtheit kann man Entwarnung zur Krise kaum geben.

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Wichtigeres als Ökonomie

Von F. Malik am Sonntag, 4.03.2012 geschrieben

Verständlicherweise wird im Blog intensivst über Wirtschaft und Finanzen diskutiert. Darob dürfen aber nicht die Lösungen zu kurz kommen. Ebenso verständlich ist es, dass viele Blog-Postings noch in den ökonomischen Denk-Kategorien der Alten Welt verhaftet bleiben.

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Im Untergrund Wissenswertes für die Lage

Von F. Malik am Freitag, 2.03.2012 geschrieben

Moody’s hat angekündigt, über ein Downgrading von Stanley Morgan um bis zu 3 Punkte nachzudenken. Würde das geschehen, so müsste die Bank gut 6 Mia neue Kredit-Sicherheiten beschaffen.
Angenommen, nicht nur diese Bank, sondern mehrere weitere würden in dieselbe Zwickmühle kommen:
1. Wie würde das deren Eigenkapitalquote beeinflussen?
2. Müssten sie allenfalls Marktpositionen zwangsverkaufen?
3. Welche Sicherheiten-Qualitäten würden sie überhaupt noch erhalten?

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Börsenbewegungen vom 28.2. signifikant für Wende

Von F. Malik am Donnerstag, 1.03.2012 geschrieben

Die Preisbewegungen von gestern, 28.2., könnten die Vorboten für die entscheidende Wende nach unten sein. Aktienmärkte, Dollarmarkt und Edelmetalle könnten damit schon bald in kritischen Situationen sein.
Zwar hat man es an den Finanzmärkten immer nur mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheiten zu tun. Jedoch signalisieren viele der Indikatoren, die ich in Summe als hochrelevant ansehe, überdeutlich das Ende der Aufwärtsbewegung seit Anfangs 2009 und den Beginn der historischen Wende zur Talfahrt.

Ertrinkt Deutschland in Geld oder versinkt es in Schulden?

Von F. Malik am Sonntag, 26.02.2012 geschrieben

Auf dem Titelblatt der “Welt am Sonntag” steht, Europa ertrinke in Geld. Kommentiert wird die EZB-Politik. Und im zweiten Block derselben Ausgabe wird “Die grosse Geldschwemme” im Detail erläutert.
Selten habe ich mehr ökonomische Irrtümer auf einmal gesehen, als in dieser Sonntagsausgabe. Kein Wunder, dass die Wirtschaft so unverstanden bleibt. Europa ertrinkt nicht in Geld, sondern wenn man so weitermacht, versinkt es in Schulden. Dies wäre der zutreffende Titel gewesen, denn Notenbanken schaffen kein Geld, sondern neue Schulden.

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