Auf dem Titelblatt der “Welt am Sonntag” steht, Europa ertrinke in Geld. Kommentiert wird die EZB-Politik. Und im zweiten Block derselben Ausgabe wird “Die grosse Geldschwemme” im Detail erläutert.
Selten habe ich mehr ökonomische Irrtümer auf einmal gesehen, als in dieser Sonntagsausgabe. Kein Wunder, dass die Wirtschaft so unverstanden bleibt. Europa ertrinkt nicht in Geld, sondern wenn man so weitermacht, versinkt es in Schulden. Dies wäre der zutreffende Titel gewesen, denn Notenbanken schaffen kein Geld, sondern neue Schulden.
Archiv für Februar 2012
Ertrinkt Deutschland in Geld oder versinkt es in Schulden?
Ifo-Konjunkturindex voraus oder hinterher ..?
Der IFO-Konjunkturindex ist zum 4. Mal in Folge positiv und gibt “Grund zur Hoffnung”. Die Geschäftsergebnisse brechen aber bereits ein. Wie das?
Solche Indices, die auf Umfragen beruhen, bilden zumeist die Vergangenheit ab, aber nicht die Zukunft. Als im März 2009 nach dem Lehman-Debakel der Aufschwung begann, der nun fast 3 Jahre anhielt, hat diesen kaum jemand vorausgesehen. Warum nicht? Weil die meisten auf die Vergangenheit schauen und diese mit der Zukunft verwechseln. Sie betreiben Trend-Extrapolation und werden blind für Trend-Änderungen! Unter anderem deshalb, weil ihnen die richtigen Tools fehlen.
Börse – Wirtschaft – Neue Welt
Für manche stehen fast ausschliesslich die Finanzmärkte im Zentrum ihres Denkens. Auch für einige meiner Posting-Gäste scheint das zuzutreffen. Diese bringen eine wichtige Dimension und auch Farbe in die Diskussion. Börsen sind heute vielleicht wichtiger als je zuvor, schon deshalb, weil sie mit zu den komplexesten Systemen gehören. Gerade daran kann man aber auch erkennen, dass es systemisch-ganzheitlich gesehen aber noch um viel, viel mehr geht – nämlich um die Wirtschaft als Ganzes, um die Gesellschaften und am Ende um die Menschheit.
Nach erfolgreichen Rettungsaktionen sinkende Aktienkurse
Griechenland ist nunmehr zum 8. Male “gerettet” worden. Jedesmal waren Kommentatoren und Medien euphorisch oder zumindest hochzuversichtlich. Jedesmals hiess es, diesmal sei der Erfolg gesichert, dieses sei das letzte Mal, diesmal sei alles bestens…
Seien wir froh, dass es eine Krise gibt…
Sie zeigt nämlich, wie wichtig die neuen Tools sind und wie wenig herkömmliche Methoden bewirken.
Wie schön, dass es eine Krise gibt, und dass man sie z. B. in Griechenland mit so altbackenen Methoden zu lösen versuchte, dass jetzt die ganze Hilflosigkeit einer Politik für alle sichtbar wird, die auf die Ökonomie des vorigen Jahrhunderts baut. Ein beeindruckendes Beispiel von Hilflosigkeit, Ratlosigkeit und Ohnmacht.
So schwierig das für die Menschen ist, das Schöne daran ist, dass nun klar wird, was ich von Anfang an sagte: Nicht Geld ist das entscheidende Thema, sondern das Umsetzen mit neuen Tools und das Schaffen von neuen Lösungen.
Dazu braucht es ultrawirksames Management und die Tools, die in 3 1/2 Tagen das schaffen, was in Athen seit 3 Jahren nicht zuwege gebracht wird – nicht weil die Griechen nicht wollen – das scheint mir zu primitiv gedacht – sondern weil ihnen die Methoden dazu noch fehlen. Der Fortgang der Krise zeigt nun ihren wahren Charakter, und auch die Notwendigkeit, neu zu denken und neue Tools anzuwenden.
Aktienhöhenflüge der letzten Tage bedeutungslos
Die Kursteigerungen der letzten Wochen ändern an meinem Grundszenario nichts. Im Posting vom 23. 1. erwähnte ich die lineare Weiterschreibung von kurzfristigen Trends als einen der fundamentalen Fehler im herkömmlichen Denken. Dieses ist zutiefst unsystemisch und es ist das sichere Programm dafür, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen kann.
Gerade jetzt erfüllt mein Szenario eine seiner wichtigsten Funktionen, nämlich Sie sicher durch die kurzfristigen Fluktuationen zu steuern, und ihnen jederzeit den nötigen Überblick zu verschaffen.
Im Rückstand mit meinen Antworten
Zur Zeit erhalte ich so viele Postings, dass ich mit Antworten nicht nachkommen kann. Ich bitte alle um etwas Geduld und danke Ihnen allen.