Sind es die Menschen oder die Organisationen und Methoden?

Sind es die Menschen oder die Organisationen und Methoden?
Alte Welt-Methoden funktionieren nicht mehr

Ist Bundeskanzlerin Angela Merkel heute eine schlechtere Politikerin als bisher? Ist Präsident Obama plötzlich unfähig geworden? Die Medien berichten fast nur über die Menschen, aber kaum je über die Bedingungen, unter denen diese Menschen arbeiten, entscheiden und handeln müssen.

Die Anforderungen sind immens: Libyen, Japan, Atomkraft, Euro-Rettung, Wahlkampf mit Kommunikationspannen, Medien und Social Media … Alles zugleich, und alles irgendwie vernetzt und ständig im Fluss… Komplexität pur!

Die Dynamik vernetzter Systeme ist unberechenbar, unvorhersagbar, und kontraintuitiv. Sie sind Black Boxes. Unter solchen Bedingungen funktionieren die herkömmlichen Methoden immer weniger, sodass die Menschen, die nichts besseres haben, als inkompetent erscheinen. Mit neuen Methoden handeln aber dieselben Menschen wieder kompetent, schnell und richtig.

Daher kommt es zwar auch auf die Menschen an. Weit mehr kommt es aber in komplexen Systemen auf die Organisationen, die Tools und Methoden an, die diesen Menschen zur Verfügung stehen, denn ohne das richtige Auto und die beste Boxenorganisation kann selbst Vettel keine Rennen gewinnen…

Autor: F. Malik

"Malik is one of the most influential business thinkers..." (Business Week) "Malik has become the leading expert on Management in Europe... He is a commanding figure - in theory as well as in the practice of Management." (Peter Drucker, Doyen of Management)

2 Gedanken zu „Sind es die Menschen oder die Organisationen und Methoden?“

  1. Hallo Herr Malik,
    die Beispiele Merkel und Obama für das Nichtfunktionieren von Alte-Welt-Methoden anzuführen, ist durchaus interessant. Gerade von diesen beiden Personen würde ich mir gerne zunächst ein paar eher altmodische „Methoden“ wünschen, bevor man mit den Tools der Neuen Welt loslegt. Dazu gehören relativ selbstverständliche Dinge wie z.B. nicht Dinge zu versprechen, die man mit großer Wahrscheinlichkeit hinterher nicht halten kann, oder nicht ständig auf Wählerstimmen schielen, wenn Entscheidungen mit Bedeutung über die aktuelle Legislaturperiode hinaus anstehen.
    Was würden Sie genau diesen beiden Politikern anraten, die mittelfristig auf eine Wiederwahl angewiesen sind? Können Ihre Werkzeuge im „System Demokatie“ überhaupt greifen?
    Viele Grüße!
    Gero Schieder

    1. Gerade für die Wiederwahl würden unsere Tools relativ zu den heutigen Methoden Wunder wirken. Nicht haltbare Versprechen wären nicht mehr nötig, und die Entscheidungen wären so gut, dass diese über mehrere Legislaturperioden hinaus akzeptiert würden.
      Da wir unsere Tools bereits in Städten und auf Landesebene angewandt haben, wissen wir, dass diese auch dort funktionieren. Gleichtzeitig verändert sich das heutige „System Demokratie“ zu einer echten Demokratie, denn unsere Methoden sind völlig hierarchiefrei und daher weit demokratischer als heute Verfahren.

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