Ein Gutes Neues Jahr mit Optimismus für die Neue Welt

Es gibt viele Gründe, pessimistisch in das neue Jahr zu blicken, solange man es aus der Sichtweise der Alten Welt tut. Löst man sich aber von den Denkweisen der Alten Welt, und versucht man es in den Kategorien der Neuen Welt, dann kann sich Optimismus schon fast von allein einstellen.

Ich freue mich darüber, dass das immer mehr Menschen immer öfter gelingt.

Autor: F. Malik

"Malik is one of the most influential business thinkers..." (Business Week) "Malik has become the leading expert on Management in Europe... He is a commanding figure - in theory as well as in the practice of Management." (Peter Drucker, Doyen of Management)

21 Gedanken zu „Ein Gutes Neues Jahr mit Optimismus für die Neue Welt“

  1. Sehr geehrter Herr Professsor Malik,
    Ihnen, Herrn Professor Heinsohn und allen Blogteilnehmern alles Gute für das Neue Jahr 2016 und vielen Dank für die vielen interessanten Beiträge.
    Ich persönlich habe Ihren Optimismus nicht, weil ich in meinem persönlichen
    Umfeld noch keine Indizien für ein „Neues Denken“ erkennen kann. Ganz im Gegenteil: Je offensichtlicher das Scheitern des Bisherigen, desto unbeirrter die Ignoranz des „weiter so.“
    Ich freue mich daher sehr auf Ihre weiteren Ausführungen und wünsche noch ein schönes Wochenende.

  2. Eine Vorhersage für ein Kalenderjahr dürfte nur mit einem hohen Glücksfaktor gelingen. Jeder Blogteilnehmer ist dazu aufgerufen zwei Thesen für die nächste Dekade vorzustellen. Ich fange damit mal an:
    1. Der Klimawandel findet statt. Aber anders als verkündet. Ein Vulkan (Island) bricht aus. Der Himmel über Europa verdunkelt und die Temperaturen sinken, statt zu steigen.
    2. Der Flüchtlingsstrom bricht nicht ab. Im Gegenteil, die verursachenden Konflikte und die Armut vermehren sich. D findet keine Lösung, die den Zustrom vermindert. Die Lasten steigen ins unermessliche. Es gibt einen Umsturz.
    So, jetzt seit Ihr dran. Besonders gespannt bin ich auf die positiven Thesen und Aussichten.

      1. Hier meine Vorhersage DAX

        1. Er wird sich halbieren, nicht weil das „Täubchen“ in der FED an der Zinsschraube dreht, sondern weil ein offener Konflikt die Straße von Hormus schließt. Öl schießt auf 200$ und das „Täubchen“ wird zum „Falke“ mit echten Zinserhöhungen.
        2. Er wird sich halbieren, weil ein Ölpreiskrieg ausbricht. Iran hat schon gesagt sie könnten auch bei 1 $ öl fördern. Ein Barrel kostet unter 20$ und Abschreibungen von Billionen wären fällig.
        Deflation=Sinkende Vermögenspreise. Banken gehen unter und nehmen den DAX mit.

    1. Winston Churchill soll einmal gesagt haben: “ Verschwende nie eine Krise, denn sie gibt uns die Gelegenheit, Großes zu tun.
      Mir scheint, es ist ein Zeichen von Intelligenz, in jeder Situation auch das Positive zu sehen.
      Auf dieses „auch“ kommt es an! Nur dieses auch liefert die Kraft und die Hoffnung und den Mut, selbst in schwierigsten Situationen nicht zu verzweifeln.
      Ebenso realistisch sehen die Chinesen dieses „auch“ an. Das chinesische Schriftzeichen für Krise bedeutet sowohl Gefahr als auch Chance!
      Auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Professor Malik, Herrn Professor Heinsohn sowie allen Blogteilnehmern, die mir mit vielen inspirierenden Informationen immer wieder hilfreich waren.
      Für 2016 wünsche ich Ihnen allen beste Gesundheit, Glück, Erfolg und alles Gute.

  3. Dann hänge ich mal an ;-).
    1.) Es kommt durch Systeminstabilitäten zu einem europaweiten Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“). Die Wiederherstellung einer stabilen europaweiten Stromversorgung erfordert mehrere Tage. Die Welt ist von den weitreichenden Schäden schockiert. Die Börsen brechen ein. Das weltweite Finanz- und Wirtschaftssystem kommt ins Wanken. Es kommt zu einem umfangreichen Schlagabtausch zwischen der bisherigen zentralisierten Energiewirtschaft und den neuen dezentralisierten Bürgerbewegungen. Millionen von Menschen gehen auf die Straßen und fordern eine Abkehr von den bisherigen zentralisierten Systemen und die Reduktion der Abhängigkeiten. Sie sind bereit, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Das Ganze verläuft nicht reibungsfrei, da er natürlich auch genügend Gegner gibt (Verlierer des bisherigen Systems und Besitzstandwahrer) aber letztendlich setzen sich die europäischen BürgerInnen durch und ein konstruktiver Systemumbau im Sinne einer kooperativen und gemeinwohlorientierten Netzwerkgesellschaft beginnt. Allen voran entsteht ein robustes dezentralisiertes Energiezellensystem – die Basis des zukünftigen Wohlstandes.

    1. 2.) Die Menschen sind zunehmender pessimistischer und die Politik gleichzeitig immer weniger handlungsfähig geworden. Migrationsströme, Extremwetterereignisse und Terroranschlagswellen erschütterten Europa. Dennoch haben sich in Europa verschiedene Gruppierungen miteinander vernetzt und das Ruder herumgerissen. Sie haben erkannt, dass die bisherigen Strukturen nicht geeignet sind, um Europa in die Zukunft zu führen. Durch die Möglichkeiten der Netzwerkgesellschaft – insbesondere durch die Bildung von ad hoc Netzwerken – ist es gelungen, neue Keimzellen für den Wandel zu bilden. In vielen Regionen haben sich regionale Zellen des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens gebildet. Es gibt natürlich weiterhin Hotspots, wo Gewalt und Elend vorherrschen, aber sie werden zunehmend zur Randerscheinung. Das Finanzsystem von damals gibt es nicht mehr. Geld hat heute eine andere untergeordnete Bedeutung. Es gibt auch noch die globale Vernetzung, aber nicht mehr zur Ausbeutung des Planeten und der Menschen, sondern um einen intensiven Wissensaustausch durchzuführen und dezentrale regionale autonome Lösungen zu verbreiten. Es ist eine neue Art von Wohlstand und kooperativem Wirtschaften entstanden.

    2. Ja Sie haben recht, es kommt zu Instabilitäten und Black Outs. Man wird uns noch verfluchen, weil wir an der falschen Stelle gespart haben. Ideal wäre ein wabenförmiges Netz. Jede Wabe autark. Vernetzt mit jeder benachbarten Wabe. Die Waben müssen nicht so gleichmäßig sein, wie im Bienenstock. Wenn Waben ausfallen, funktionieren die restlichen aber weiter und es können sogar
      Notlieferungen aus entfernten Waben Funktion und Stabilität wieder her-stellen. Aufgabe: Waben definieren, Ergänzungen einbauen mit Integration der vorhandenen Struktur. Machbar, man muss nur wollen. Kosten 1000 Mrd Euro. Terroristen könnten da genau nichts ausrichten. Heute kann eine einigermaßen kompetente Bande uns in die Steinzeit beamen.

  4. Ich sehe das Thema geteilt. Ich habe Kunden, die sind bereits sehr weit und diese blicken voller Optimismus in das Jahr 2016. Ich teile mit ihnen diesen Optimsmus, weil er nachvollziehbar ist. In diesem Sinne sehe ich auch unser eigenes Geschäft sehr positiv. Allerdings sind wir in unserer Gesellschaft und in der Wirtschaft immer noch in der Minderheit.

  5. Zwei Thesen für die nächste Dekade vorzustellen.

    Hauptthese: Es wird noch schlechter bevor es besser wird 🙁

    1. These) Die Krisen des letzten Dekade (insbesondere im Nahen Osten)eskalieren weiter .
    2. These) Als Resultat wird die UNO reformiert und die internationale Zusammenarbeit auf allen Gebieten verstärkt um einen Flächenbrand von „Failed-Staates“ zu verhindern, die USA gibt Ihre Welt-Dominanz zu gunsten einer Stärkung der UNO „freiwellig“ auf.

  6. Professor Malik, würden Sie die aktuellen Vorgänge an den chinesischen Börsen als Platzen einer weiteren Deflationsblase werten?

    Schmunzelnd nehme ich zur Kenntnis, wie der Mainstream sich über die niedrigen Ölpreise wundert…

    1. Ja, so sehe ich das. Aber es muss deswegen keinen linearen Absturz geben, sondern es wird zwischendurch immer wieder starke Aufwärtskorrekturen von 30% und mehr geben. Öl ist ein Rohstoff und daher ebenfalls an der Vorderfront deflationierender Güter.

      1. Wenn der „Schwarze Schwan“ in den breiten Öffentlichkeit ankommt: „Das Problem China kann zum Schwarzen Schwan für das System werden“ (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de) oder Die Presse sogar schreibt: „Achtung, Kurslawinengefahr! Warum Analysten vor einer deflationären Weltkrise warnen und Privatanleger in dieser Lage die Börsen strikt meiden sollten.“ (http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/money/4905961/Achtung-Kurslawinengefahr), dann wird es wohl wirklich spannend. Aber es kam auch schon öfters anders, als erwartet. Die Turbulenzen sind aber nicht mehr zu übersehen und die Schlagzeile „Crash kann wegen globaler Vernetzung sehr schnell kommen“ (http://www.herbert.saurugg.net/2016/blog/vernetzung-und-komplexitaet/crash-kann-wegen-globaler-vernetzung-sehr-schnell-kommen) könnte sich damit rasch bewahrheiten.

        Leider werden wir es wohl vorher nicht schaffen, durch kybernetische Ansätze noch rechtzeitig die Kurve zu kratzen. Aber wichtig ist, dass die Instrumente da sind, um nachher wieder beginnen zu können.

          1. Eigentlich müssten jetzt riesige Abschreibungen auf Ölinvestitionen kommen. Noch scheinen die Bilanzregeln es zu verhindern. Abschreiber erst bei dauerhaften Wertverlusten. Banken, die das Ölgeschäft finanziert haben, dürften schon heute Kopfschmerzen bekommen. Bankaktien nehmen hier möglicherweise was vorweg. Deutsche Bank und Commerzbank werden schon gewaltig verprügelt. Deflation von zentralen Ver-mögenswerten ziehen weitere Vermögenswerte wie in einem Strudel nach unten. Kommt die Börse auf diesem Pfad herunter?

            1. Die Schwankungen an vielen Börsen können in der kommenden Zeit sehr gross sein. Insgesamt ist aber m. E. der Trend nach unten gerichtet, weil die deflationären Kräfte deutlich überwiegen. Sie kennen ja meine Publikationen hierzu sehr gut.

  7. Sehr geehrter Herr Malik,

    vielen Danke für Ihre Beiträge. Ich habe die letzten Jahren kaum jemanden gesehen, dessen Deflationsprognosen so sehr ins Schwarze getroffen haben, wie Ihre. Sagen Sie, wie wahrscheinlich ist es, dass die chinesischen Behörden zu den gleichen Gelddruckmitteln greifen werden wie die Amerikaner, Japaner und Europäer in den letzten Jahren? Müssen die das tun, weil ihnen sonst Unruhen drohen könnten? Oder bringt ihnen die Aufwertung des Dollars am Ende doch mehr – immerhin sind sie der Hauptgläubiger von amerikanischen Staatsanleihen? Eine weitere Frage: Können die westlichen Zentralbanken verdeckt Aktien kaufen ohne dass die Öffentlickeit dies Spitz bekommt? Und noch eine letzte Frage: Waren bei den Bankenschließungen in Griechenland auch die Besitzer von Bankschließfächern betroffen, oder durften die in die Bank und an ihre Fächer – bspw. um Zugriff zu wichtigen Dokumenten zu haben oder ähnliches?
    Viele Grüße, Ihre R. Koller

    1. Danke für Ihre anerkennenden Worte, die mich freuen. Viele der chinesischen Experten haben in den USA studiert, und sie werden daher unter vergleichbaren Umständen auch die US-Politik anwenden. Aber sie sind gleichzeitig auch auf der Suche nach einer eigenständigen chinesischen Politik. Aktienkäufe von Zentralbanken sind möglich, ohne dass die Öffentlichkeit das merkt, weil die „Öffentlichkeit“ die ZB-Bilanzen kaum lesen und verstehen kann. Über die GR-Praxis in dieser Frage habe ich keine Kenntnis.

  8. sehr geehrte herr malik,

    vielen dank für ihre hinweise. sagen sie, wie schätzen sie die erfolgschancen für die nachfrageseitige bekämpfung der deflation durch negativzinsen, bargeldabschaffung, goldverbot und letztenende helikoptergeld ein? sind solche maßnahmen erstens durchsetzbar und v.a. zweitens theoretisch erfolgversprechend? ich finde – falls dies durchsetzbar ist – keine argumente gegen erfolgsaussichten.

    viele grüße,
    ihr r. koller

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