„Deutschland muss Arbeitgeber sein, nicht Sozialamt“ von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn

Neuer Artikel von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn in DIE WELT vom 29.02.2016:

„Klassische Einwanderungsländer wie die USA, Kanada oder Australien suchen sich genau aus, wen sie brauchen. In die EU kommen zu viele Menschen mit geringer Qualifikation. Die Zahlen sind ernüchternd.“

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3 Gedanken zu „„Deutschland muss Arbeitgeber sein, nicht Sozialamt“ von Prof. Dr. Gunnar Heinsohn“

  1. Auch die USA können mit ihrer Einwanderungspolitik nicht verhindern, dass jährlich 400.000 illegale Zuwanderer, vor allem aus Mexiko, hinein strömen. Kanada und andere Länder als Beispiel zu nennen, passt nicht. Syrische Flüchtlinge fahren nicht mit dem Boot nach Neufundland.
    Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik sind voneinander zu trennen. Ja, wir brauchen ein Einwanderungsgesetz im Kampf um die besten Köpfe. Einzig die CDU verhindert dies in Deutschland! Aber wir brauchen auch eine solidarische Flüchtlingspolitik in Europa auf der Basis humanitärer Werte, auf die sich u.a. alle europäischen Staaten in der Genfer Flüchtlingskonvention festgelegt haben. Welchen IQ diese Flüchtlinge haben oder welchen Platz ihr Heimatland bei der Mathe-Olympiade erreicht hat, darf keine Rolle spielen. Ich finde es absurd, dass Prof. Heinsohn diese Themen zusammen führt und Flüchtlinge nach ihrem ökonomischen Wert einordnet.
    Die EU mit ihren 500 Mio. Einwohnern kann 1-2 Mio. Flüchtlinge in einer Krisenphase mit humanitären Katastrophen direkt vor ihrer Haustür pro Jahr verkraften. Wenn nicht, hat sie ihre Legitimität verloren.

  2. Ich kann Ihnen da nur beipflichten.

    Meine Spekulation über die Zukunft ist, dass unser Rentenproblem gar nicht darin besteht, dass zu wenig Kinder nachkommen.

    Sondern ich glaube eher, dass unsere Infrastuktur zusammenbrechen wird unter der Tatsache, dass zu wenige derjenigen jungen Leute, die nachkommen, überhaupt verstehen können, was wir heute an Software und Technologie zusammenbauen.

    Es wird berichtet, dass die Leistungsanforderungen in den Schulen immer weiter abgesenkt werden, um die Zahl der „höheren“ Bildungsabschlüsse zu schönen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Leistungsanforderungen an den Universitäten im Zuge der Bacheloreinführung gegenüber dem Diplom abgesenkt wurden, weil sich die finanzielle Förderung nach der „Studienerfolgsquote“ bemisst.

  3. Darüberhinaus denke ich auch, dass die Bildungspolitik rein ideologisch bestimmt ist.

    Man geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch bei der Geburt die exakt gleichen geistigen Anlagen hat, und man durch die „richtige“ Bildungspolitik eine Ergebnisgleichheit herstellen könne.

    Ich halte das für grundfalsch. Schließlich kann auch ich nicht schneller als Husein Bolt sprinten, selbst wenn ich entsprechende Präparate einnehmen würde. Ich würde vielleicht die Muskeln bekommen mit entsprechendem Training, aber die neuromuskuläre Ansteuerung, die bei ihm offenbar genetisch perfekt funktioniert, würde ich trotzdem nicht erlangen können.

    Und die Hirnentwicklung soll nicht von den Genen beeinflusst werden?

    Das Problem ist die soziale Selektion. Dummköpfe aus reichen Familien erlangen die Abschlüsse, die ihnen Zutritt zu Karrieren öffnen, die Hochbegabten aus armen Familien nicht erreichen können, weil sie im richtigen Alter nicht die entsprechende Förderung durch die Eltern erhalten.

    Wenn es auch eine riesige Entwicklungsbreite des Hirns durch Umwelteinflüsse unbestreitbar gibt, so ist meiner Meinung nach das Maximum genetisch bedingt.

    Nicht jeder kann einfach so ein Einstein werden.

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