Frohe Ostern

Allen meinen Leserinnen und Lesern und aktiven Bloggern wünsche ich ein Frohes Osterfest.

Autor: F. Malik

"Malik is one of the most influential business thinkers..." (Business Week) "Malik has become the leading expert on Management in Europe... He is a commanding figure - in theory as well as in the practice of Management." (Peter Drucker, Doyen of Management)

2 Gedanken zu „Frohe Ostern“

  1. Persönlich. Lieber Prof. Malik. Ich habe vor ca. 30 Jahren ein Seminar mit Ihnen in St. Gallen besucht. Und seitdem auch einige Male hier geschrieben. Nun möchte ich mich aktiv verabschieden. Und mich bei Ihnen auch für viele Gedanken und Anregungen bedanken. Ein Eindruck bleibt mir aber, speziell zu Ostern:
    Wir wissen viel, handeln aber nach wie vor wie Nichtwisssende.
    Die Komplexität wird so quasi im Alltag in Politik und Wirtschaft von Primitivität erschlagen und missachtet. Bleiben Sie aber weiter ein aufrechter Prediger …

    1. Lieber Herr Huber, nachdem wir darüber gemailt haben, ob ich Ihr Posting online stellen darf, oder ob Sie es als private Botschaft an mich verstehen wollen, haben Sie online zugestimmt. Das freut mich sehr, denn Ihre Botschaft ist für viele – nein, alle – wichtig. Es hat noch etwas gedauert, weil wir gerade „umgebaut“ haben.
      Herzlichen Dank dafür, dass Sie so lange mitgewirkt haben. Ihre Postings waren immer interessant und Beiträge, die uns – besonders auch mich selbst – weiter brachten, nachdenklich machten und zum Weiterdenken anregten. Hier schreiben Sie zurecht, dass wir viel wissen, aber nach wie vor Nichtwissende sind. Karl Popper, der grosse Philosoph und Erkenntnistheoretiker, schrieb sinngemäss: Je mehr wir wissen, desto grösser wird unser Nichtwissen. Mit der Komplexität, da haben Sie recht, tun die meisten sich ungewöhnlich schwer, denn sie kommt zwar als Wort immer häufiger vor, aber es fehlt bei den meisten das Wissen über die Lösungen.
      Mit ein paar kleinen Rechnenbeispielen kann man aber schon ein Stück weit kommen und auch bewirken. In meinen Postings über die Komplexität der Bildung einer Koalition habe ich das illustriert.
      Nun geben Sie mir die Gelegenheit – zum Abschied sozusagen – Komplexität hier für alle Leser nochmals aufzugreifen. Ich weiss, Sie selbst kennen sich aus:
      Ein erstes Verständnis kann man erlangen, indem man die Zahl der Beziehungen zwischen Systemelementen bestimmt. Wieviele Beziehungen gibt es zwischen zwei Personen? Lösung 2. Zwischen 3 Personen?= 6 Zwischen 4 ? = 12. Zwischen 5? = 20. Man sieht wie es weitergeht. In einem Team mit 7 Personen gibt es 42 Beziehungen. Deswegen ist das Team von dieser Grösse beinahe schon überforder. Zwischen den 11 Fussballspielern gibt es 110 Beziehungen. Darum ist eine Mannschaft kein Team. Bis daher kann eigentlich jeder folgen.
      Jetzt eine Stufe höher: Wieviele Zustände kann eine jede Beziehung haben? Sehr viele. Wieviele kann sie mindestens haben? Zwei: gut oder schlecht.
      Wie gross ist daher die Zahl der Beziehungen in den obigen Beispielen? Die Zahl der Beziehungen entspricht der Potenzfunktion 2 hoch n. Also 2 hoch 2, 2 hoch 6, 2 hoch 12 und so weiter.
      Fussballmannschaft? 11 Spieler, 110 Beziehungen, 2 hoch 110
      2 hoch ist bereits 16, geht aber noch. 2 hoch 7 ist aber schon 128, man erinnere sich: Im einfachsten Falle. In Wahrheit können Beziehungen sehr viele verschiedene Zustände haben. Man denke an eine Ehe oder Freundschaft. Daher ist bei 7 Mitgliedern zwar noch eine Gruppe, aber kaum noch ein Team gegeben.
      Und Fussball? 2 hoch 110. Ziemlich viel. Eine 1 mit 39 weiteren Ziffern. Als kleine Gedankenspielerei kann das einigen helfen. Vielen Dank, Herr Huber für diese Gelegenheit. Ihnen alles erdenklich Gute und schöne Grüsse.

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