Nochmals die wichtigsten Krisen-Eckwerte

In mehreren Blogeinträgen und vielen anderen Publikationen sowie auf der Website habe ich die Eckwerte dargelegt, die für den Krisenverlauf als Peilgrössen gelten, falls weiterhin altbackene und inwischen destruktiv gewordene Alt-Ökonomie eingesetzt wird: „Nochmals die wichtigsten Krisen-Eckwerte“ weiterlesen

Eine der Krisenursachen: Falsches Management

Angebliche Krisenexperten sind bereits seit Monaten am Werk, aber für jedes scheinbar gelöste Problem entstehen fünf neue. Einer der Gründe ist, dass es eben keine Krisen-Experten sind, sondern Experten für nur gerade die ökonomische Seite der Krise, die aber weit umfassender und grundlegender ist, als das ökonomische Denken reicht. Zinsen, Wechselkurse, neues Geld, Eurobonds, Sparprogramme und dergleichen sind auch Facetten der Krise, aber nicht einmal die wichtigsten.

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Aufwärts im grossen Bear-Market

Für Bear-Markets ist es sehr typisch, dass sie immer wieder unterbrochen werden durch sehr scharfe, oft explosive Aufwärtsbewegungen. Dies verleitet die Mehrheiten systematisch zum Glauben, jetzt sei alles vorbei, der Markt habe seinen Boden gefunden und es gehe nun aufwärts. Daher müsse man genau jetzt Aktien kaufen, weil es so günstige Einkaufsmöglichkeiten nie wieder gebe.

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Das deflationäre Debakel am US-Immobilienmarkt

Als ich im Jahr 2002 an unserer Tagung über die Wirtschaftslage darlegte (siehe meine DVD und unsere Krisenpage), dass nach der bereits geplatzten Internet-Blase als nächstes die US-Immobilienblase kommen wird, konnten viele das nur schwer akzeptieren. Gab es etwas Solideres als Immobilien? Waren diese nicht das Wertbeständigste?

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Geld auf der Bank: Was ist das eigentlich?

Als Ergänzung zum Liquiditäts-Posting von gestern: Wenn die Leute von Geld reden, meinen sie meistens Geld auf der Bank. Das ist aber kein Geld im engeren Sinne, sondern es ist bloss eine Forderung gegen die Bank. Falls die Bank bankrott macht, ist auch dieses „Geld“ weg, weil die Bank nicht mehr auszahlen wird. Jedoch ist die Forderung so lange sicher, als die Bank gesund ist und auch die Spareinlage-Versicherung funktioniert. Aber es ist nicht wirklich Geld.

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TT: Teilweise Themenwechsel ;-)

TT: Teilweise Themenwechsel 😉

Ich freue mich über das rege Interesse an der Finanzkrise, am Gold usw. Das richtige Verstehen des Wesens der Krise ist die Voraussetzung für richtiges Handeln.
Noch zu wenig habe ich die Diskussion auf ein anderes Thema gelenkt, nämlich auf bestimmte Ursachen der Krise, z. B. Warum wurden denn so viele Schulden gemacht? Oder : Warum wird das Wirtschaften mit Finanzmanövern verwechselt?
Dahinter steht ein ganzer Komplex an irreführenden und wirtschaftszerstörenden Theorien,z. B. die Theorie vom Shareholder Value. Mit im Boot sind die US-Coporate Governance Doktrin, ein Teil der Consulting-Industrie, die das verbreitet hat, ein guter Teil der Wirtschaftsprüfer, die Hand reichten zur Änderung der Bilanzierungsregeln, und viele Executive Searcher mit ihrer Personalsuche.
Dieses muss sich ändern, sonst nützen alle Staatsmassnahmen nichts.

Wer es noch nicht versteht …

Wer es noch nicht versteht …

Bisher habe ich in den heutigen Sonntagszeitungen noch nichts gelesen, was mich überzeugen würde, dass für die Krise ausreichendes Wirtschaftsverständnis vorhanden ist.
Noch nicht verstanden hat es zum Beispiel:
1. Wer von Inflation spricht
2. Wer glaubt, dass Notenbanken das Problem lösen könnten
3. Wer glaubt, dass Notenbanken Geld drucken
4. Wer die Krise(n) mit Verschwörungen begründet
5. Wer Finanzvorgänge kommentiert, ohne die Nachschusspflichten zu erwähnen
6. Wer glaubt, dass es solide Aktien gibt, obwohl es natürlich solide Unternehmen gibt
7. Wer glaubt, dass Aktienkurse ihrem Wesen nach mit der Unternehmensperformance zusammenhängen
8. Wer glaubt, dass wir es nur mit einer Finanzkrise zu tun haben und falls diese gelöst würde, alles wieder gut werde
9. Wer überhaupt glaubt, dass die Lösungen von der Ökonomie kommen

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